Vogelzug und Frühlingsblüte in Andalusien mit Sierra de Grazalema

abgelaufen

INFORMATIONEN

Gruppenreise

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DETAILS

Jedes Jahr fasziniert der Vogelzug uns Menschen und an den Engstellen, dort wo aus einem weiten Einzugsgebiet die Vögel wie in einem Trichterhals auf engstem Raum gebündelt ziehen, lassen sich die Phänomene des Vogelzuges besonders gut beobachten. Ein solcher Engpass ergibt sich an der Südspitze Spaniens, da das Mittelmeer hier nur 14 km breit ist und besonders die großen Segelflieger ungern große Wasserflächen überfliegen.

Im Herbst sind die Individuenzahlen oft größer als beim Frühjahrszug, allerdings ziehen die Vögel dann meist höher. Im Frühling kommen sie sehr niedrig fliegend euf dem europäischen Festland an, da sie bei der Überquerung der Meerenge von Gibraltar stark an Höhe verlieren.

Im März ziehen Schlangenadler, Schwarzstorch, Sperber, Weißstorch, Schwarzmilane, Schmutzgeier und viele weitere Arten. Neben den großen Segelfliegern sind natürlich auch viele Kleinvögel unterwegs bzw. beginnen bereits mit der Brut.

Die Südspitze Spaniens ist landschaftlich vielfältig und wir beobachten natürlich sowohl an den exponierten Zugbeobachtungspunkten, die je nach Windrichtung unterschiedlich geeignet sind, als auch an den Küsten und Überschwemmungsflächen. Seeschwalben, Limikolen, Balearen- und Sepiasturmtaucher, Basstölpel und Möwen sind hier gut zu studieren.

Im Hinterland erstreckt sich der Naturpark „Los Alcornocales“ mit den größten Korkeichenwäldern Europas!

Seit über 20 Jahren sind die weltweit vom Aussterben bedrohten Waldrapps in Südspanien wieder erfolgreich ausgewildert worden. Die Nester in Felswänden lassen sich ohne Störung der Vögel aus der Nähe beobachten.

Ebenfalls besuchen wir auch einige hochinteressante Gebiete an der andalusischen Atlantikküste, der Costa de la Luz, zwischen Tarifa und der Mündung des Guadalquivir mit der einzigen Kolonie des Hausseglers auf europäischem Boden, kleinere Lagunen mit Vorkommen von Weißkopfruderente und Marmelente und ausgedehnte Salinenflächen mit Dünnschnabelmöwen, Flamingos und zahlreichen Limikolen.

Eine Bootstour zur Beobachtung von Walen und Delphinen kann optional unternommen werden – ein sehr schönes Erlebnis!

Grazalema schließlich liegt im gleichnamigen Gebirge nordwestlich von Málaga sehr malerisch in herrlicher Gebirgslandschaft. Bei einer Wanderung durch beeindruckende und im Frühling sehr schön blühende Karstlandschaften lassen sich Blaumerlen, Trauersteinschmätzer, Zippammern, Alpenkrähen… aus der Nähe beobachten, Gänsegeier ziehen am Himmel entlang und Iberische Steinböcke sind mit etwas Glück ebenfalls zu beobachten.

Naturpark "Los Alcornocales" mit den größten Korkeichenwäldern Europas

Vogelbeobachtung des Frühjahrszuges

Beabachtung von Schlangenadler, Schwarzstorch, Sperber, Weißstorch, Schwarzmilane, Schmutzgeier und vieler weiteren Arten

ROUTE

Alle

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Málaga (zahlreiche Flugverbindungen ab D-CH-A). Abholung am Flughafen und Transfer zu unserer Unterkunft nahe Tarifa. Begrüßung, Ausblick auf die nächsten Tage und gemeinsames Abendessen.

2. - 4. Tag:

Je nach Wetter und den vorherrschenden Windrichtungen steuern wir die ergiebigsten Beobachtungsplätze rund um Tarifa an.

Die Region an der Meerenge von Gibraltar hat ihr eigenes Mikroklima mit deutlich höheren Niederschlägen und ist daher viel grüner als die Mittelmeerküste östlich von Málaga. Entsprechend vielfältig ist daher auch der Pflanzenreichtum.

Das Hinterland im Naturpark Los Alcornocales beeindruckt durch seine weiten Korkeichenwälder und Felsen.

Die Strände und Marschflächen erkunden wir ebenfalls. Seeschwalben, Limikolen, Balearen- und Sepiasturmtaucher, Basstölpel… überwintern und ziehen hier entlang.

An den Brutfelsen der Waldrappe können wir beobachten ohne die Vögel zu stören. Eine ganzjährig völlig freilebende Population hat sich hier etabliert.

 

Seit 2014 brüten auch wenige Paare Graubülbüls die sich neuerdings aus Marokko kommend hier angesiedelt haben. Oberhalb der Küste in einem Gebirgszug brüten Gänsegeier und Blaumerlen, der Blick von hier bis zur afrikanischen Küste ist beeindruckend!

In Tarifa beobachten wir bei einem Spaziergang die dort brütenden Rötelfalken, überhaupt ist das südlichste Städtchen Europas immer einen Rundgang wert: die alte Stadtmauer und eine Festung zeugen von der bewegten Vergangenheit und heute treffen sich hier aufgrund der guten Windverhältnisse viele junge Leute aus aller Welt zum Kitesurfen.

Die Entfernungen sind insgesamt gering, so dass keine langen Autofahrten notwendig sind. Auf Wunsch kann eine Bootstour zur Wal- und Delphinbeobachtung in der Straße von Gibraltar organisiert werden (gute Wetterverhältnisse vorausgesetzt) – in den vergangenen Jahren konnten wir hier sehr nah und schön Gestreifte Delphine, Gemeine Delphine und Pilotwale beobachten! Die Bootstouren werden von einer Stiftung angeboten die vor allem dem Schutz der Meeressäuger verpflichtet ist.

 

 

5. Tag:

Wir verlassen unseren Standort bei Tarifa und fahren parallel zur Atlantikküste Richtung Cádiz und weiter bis zur Mündung des Guadalquivir, des großen andalusischen Flusses, in den Atlantik.

Dort erkunden wir Lagunen mit Vorkommen von Weißkopfruderente und Marmelente und beobachten an den Salinen von Bonanza Limikolen und sicherlich auch Dünnschnabelmöwen, genau gegenüber dem Nationalpark Doñana. Unterkunft für eine Nacht an der Mündung des Guadalquivir.

6. Tag:

Am Vormittag beobachten wir an der einzigen Hausseglerkolonie in Europa. Diese afrikanisch-asiatische Vogelart hat hier vor einigen Jahren eine kleine Kolonie gegründet. Anschließend Fahrt über Arcos nach Grazalema.

Die Sierra de Grazalema ist ein imposantes Kalksteinmassiv mit einer Vielzahl an Pflanzenarten, auch zahlreichen Orchideen. Die Igeltanne kommt weltweit nur hier vor. Geplant ist auch ein Besuch im hübschen Städtchen Ronda mit Vorkommen von Alpenkrähen und Blaumerle in der imposanten Schlucht.

7. Tag:

Nahe Grazalema unternehmen wir eine mehrstündige Wanderung durch grandiose Karstlandschaft.

Blaumerle, Schwarzkehlchen Trauersteinschmätzer, Zaun- und Zippammern sowie Alpenkrähen sind hier gut vertreten, außerdem sind natürlich auch hier ziehende Greifvögel neben den ansässigen Gänsegeiern zu erwarten.

Iberische Steinböcke lassen sich ebenfalls meist gut beobachten.

Mehrere Orchideenarten, die endemische Pinsapo- oder Igeltanne und eine insgesamt artenreiche Vegetation zeichnen das Gebirge aus.

8. Tag:

Nach dem Frühstück Rücktransfer nach Málaga oder wahlweise individuelle Verlängerung Ihres Aufenthaltes in Andalusien.

TERMINE

Abgelaufene Termine

10/03/2019 - 17/03/2019 im Doppelzimmer 1690,-€ p.P.
EZ-Zuschlag 160,-€ p.P.

HINWEISE

Natur-Fotografie ist selbstverständlich auch immer möglich (mit den Beschränkungen die eine Gruppenreise hier setzt). Ich plane immer ausreichend Zeit in den besuchten Gebieten ein um sie mit allen Sinnen erfassen und genießen zu können.

Mittags machen wir meist Picknick, für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.

Interesse an der Natur, Freude am beobachten und bestimmen von Tieren und Pflanzen und eine normale körperliche Kondition – mehr wird für eine Teilnahme nicht vorausgesetzt!

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage – natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

FAQs

Ornithologische Reisen – Was dürfen Sie erwarten?

Interesse an der Natur, Freude am beobachten und bestimmen von Tieren und Pflanzen und eine normale körperliche Kondition – mehr wird für eine Teilnahme nicht vorausgesetzt!

Langjährige und erfahrene Vogelbeobachter kommen bei der Beobachtung neuer oder seltener Arten genauso auf ihre Kosten wie interessierte Neuanfänger, die sich Anregungen und Hilfe bei der Bestimmung wünschen.

Auch wenn die Vogelwelt bei den meisten Reisen den Schwerpunkt bildet, so freut sich die Reiseleitung  immer sehr über interessierte Blumen- und Pflanzenliebhaber unter den Teilnehmern, da auch der botanische Aspekt bei diesen Reisen sehr wichtig ist.

Natur-Fotografie ist selbstverständlich auch immer möglich (mit den Beschränkungen, die eine Gruppenreise hier setzt). Es wird immer ausreichend Zeit in den besuchten Gebieten eingeplant, um sie mit allen Sinnen erfassen und genießen zu können.

Gerne informiere die Reiseleitung auch über Spaniens Geschichte, Kultur, Gesellschaft, Bräuche und Lebensart – so wie es sich gerade durch ein Erlebnis oder eine Frage zwanglos ergibt.

Wir sind meist den ganzen Tag in der Natur, mit unserem Fahrzeug (Bus oder Minivan) fahren wir in die Beobachtungsgebiete, die wir uns auf Spaziergängen und kleinen Wanderungen erschließen.

Extreme wie sehr frühes Aufstehen, sehr späte Rückkehr zum Hotel, ewige Busfahrten oder anstrengende Wanderungen gibt es i. d. R. nicht!

Manchmal lohnt es sich etwas früher aufzustehen (z. B. Trappenbalz, Wolfs- oder Bärenbeobachtung) aber dies betrifft wenige konkrete Tage und wer es vorzieht, bleibt diese frühen Stunden im Hotel bis zur Rückkehr der Gruppe.

Natürlich ist der Naturgenuss nicht alles – am Abend, bei einem guten Essen und einem Glas Wein in einer ansprechenden Unterkunft, kann der Tag gut ausklingen.

Die Auswahl schön gelegener, ansprechender, fast immer kleiner Hotels mit guter Küche sorgt neben dem Naturgenuss für unser Wohlbefinden.

Mittags machen wir meist Picknick, für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.

Durch die Auswahl und genaue Kenntnis der besuchten Gebiete und in der Gemeinschaft einer kleinen Gruppe lassen sich die unterschiedlichen Interessen in und an der Natur sehr gut vereinbaren!

Das Bestreben der Reiseleitung ist es, allen Teilnehmern gerecht zu werden, indem einerseits eine konzentrierte, anspruchsvolle Beobachtung gewährleistet wird, andererseits aber auch weniger erfahrenen Teilnehmern Kenntnisse quasi nebenbei und untereinander in der Gruppe vermittelt werden.

Wir führen immer ein Spektiv mit und nutzen jede Gelegenheit, den Mitreisenden so ein besseres Seherlebnis zu bieten. Wer ebenfalls ein Spektiv besitzt sollte es unbedingt mitbringen, ansonsten reicht ein gutes Fernglas.

Am Herzen liegt der Reiseleitung nicht nur die isolierte Betrachtung der Tier- und Pflanzenarten, sondern vielmehr ein Verständnis für das gesamte ökologische Gefüge einer Landschaft zu vermitteln, d. h. einzugehen auf Themen wie z. B.:

– wie ist diese Landschaft entstanden?

– Einflüsse des Menschen: von der Natur- zur Kulturlandschaft

– welche Lebensräume benötigen die beobachteten Tierarten?

– wie leben sie, welche ökologischen Ansprüche stellen sie?

– Fragen zum Naturschutz

Die Reiseleitung möchte alle Teilnehmer an jahrzehntelanger Erfahrung als naturkundlicher Reisebegleiter mit Schwerpunkt Spanien und am Naturgenuss an der noch immer reichen und sehr vielfältigen Natur Spaniens teilhaben lassen – bei jeder Reise immer wieder aufs Neue!

ENTHALTEN

  • Übernachtungen / Verpflegung bei Tarifa: 4 x Übernachtung mit Frühstück und Abendmenu im guten ***Hotel mit schönem Garten-Schwimmbad

  • Übernachtungen / Verpflegung in Sanlúcar/Chipiona: 1 x Übernachtung mit Frühstück und Abendmenu in einem Hotel der Mittelklasse

  • Übernachtungen / Verpflegung bei Grazalema: 2 x Übernachtung mit Frühstück und Abendmenu (beides als Buffet) im guten ****Hotel in herrlicher Alleinlage

  • Alle Fahrten ab / bis Flughafen Málaga im Minivan (9-Sitzer). Das Fahrzeug wird von Roberto Cabo gefahren

  • Reiseleitung: Roberto Cabo

NICHT ENTHALTEN

  • Nicht enthalten sind der individuell zu buchende Flug bis / ab Málaga

  • Getränke und Mittagessen (vorzugsweise als Picknick - für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt).

AKTIVITÄTEN

VERANSTALTER

Urlaub & Natur

ZAHLUNGSMODALITÄT

  • Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
  • Fälligkeit der Restzahlung: 28 Tage vor Reisebeginn
  • Sofern bei der Reise eine Mindestteilnehmerzahl ausgeschrieben ist, ist bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ein Rücktritt vom Reisevertrag seitens des Veranstalters bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn möglich.

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